In der Schweiz scheitern Budgets selten an den grossen Posten wie der Miete. Sie scheitern an den Rechnungen, die einmal im Jahr kommen: Steuern, Franchise, Nebenkostenabrechnung, Serafe. Wer diese Kosten auf zwölf Monate verteilt, erlebt keine bösen Überraschungen mehr. Diese Anleitung zeigt, wie.
Die fünf typischen Budgetfallen
1. Die Steuerrechnung
Für Schweizerinnen, Schweizer und Personen mit Niederlassungsbewilligung C werden die Steuern in der Regel nicht vom Lohn abgezogen. Die Rechnung oder die provisorischen Raten kommen separat, und je nach Einkommen und Kanton sind das schnell mehrere Tausend Franken. Wer mit einer Aufenthaltsbewilligung B arbeitet, zahlt meist Quellensteuer direkt über den Lohn; dann entfällt dieser Posten im Budget weitgehend.
Tipp: Schätzen Sie die Jahressteuer (die letzte Veranlagung oder ein Steuerrechner Ihres Kantons hilft), teilen Sie sie durch zwölf und überweisen Sie diesen Betrag jeden Monat auf ein separates Steuerkonto.
2. Krankenkasse: Prämie und Franchise
Die Prämie der Grundversicherung zahlen Sie selbst, nicht der Arbeitgeber. Dazu kommen die Franchise (für Erwachsene zwischen 300 und 2'500 Franken pro Jahr) und der Selbstbehalt von 10 % bis maximal 700 Franken. Zahnarzt und Brille sind in der Grundversicherung nicht gedeckt.
Tipp: Wer eine hohe Franchise gewählt hat, legt monatlich ein Zwölftel davon zur Seite. So wird ein Arztbesuch im Dezember nicht zum Problem.
3. Nebenkosten
Zur Miete gehören meist monatliche Akontozahlungen für Heizung und Warmwasser, und einmal im Jahr kommt die Abrechnung, oft mit einer Nachzahlung. Planen Sie dafür eine kleine Monatsreserve ein.
4. Serafe
Die Haushaltsabgabe für Radio und Fernsehen kostet 2026 335 Franken pro Jahr und wird jährlich in Rechnung gestellt. Knapp 28 Franken im Monat, die man gern vergisst.
5. Der 13. Monatslohn
Viele erhalten in der Schweiz einen 13. Monatslohn. Planen Sie Ihr Budget mit zwölf normalen Löhnen und nutzen Sie den 13. gezielt: für die Steuerrechnung, die Säule 3a oder den Notgroschen, statt ihn im Dezember einfach auszugeben.
Beispielbudget: 5'500 Franken netto, Single, Zürich
| Posten | Pro Monat | Bemerkung |
|---|---|---|
| Miete inkl. Nebenkosten-Akonto | 1'600 | |
| Krankenkasse (Prämie) | 380 | |
| Reserve Franchise und Selbstbehalt | 60 | bei Franchise 300 plus Selbstbehalt |
| Steuerreserve | 450 | nur ohne Quellensteuer |
| Lebensmittel | 450 | |
| ÖV (z. B. Halbtax plus Abo) | 120 | |
| Strom, Internet, Handy | 130 | |
| Serafe | 28 | 335 pro Jahr |
| Restaurant, Freizeit, Kleider | 900 | |
| Säule 3a und Sparen | 900 | |
| Diverses | 482 | |
| Total | 5'500 |
Die Zahlen sind ein Beispiel, keine Empfehlung. Wichtig ist das Prinzip: Jede Jahresrechnung hat einen eigenen Monatsposten.
Säule 3a: sparen und Steuern senken
Einzahlungen in die Säule 3a können Sie vom steuerbaren Einkommen abziehen. 2026 liegt der Maximalbetrag für Angestellte mit Pensionskasse bei 7'258 Franken pro Jahr, also rund 605 Franken im Monat. Wer monatlich einzahlt statt einmal im Dezember, spürt den Betrag im Budget kaum und vergisst ihn nicht.
So richten Sie das in RizKharj ein
In RizKharj legen Sie für jeden Posten eine Kategorie mit Monatsbudget an (Einstellungen › Konten & Budget). Die Jahresrechnungen erfassen Sie als Sparziele mit Frist, zum Beispiel «Steuern 2026, 5'400 Franken bis März», und Miete, Krankenkasse und Abos als Daueraufträge mit Erinnerung. Konten in Franken und Euro laufen nebeneinander, jedes in seiner eigenen Währung. Alles offline, ohne Konto, Daten nur auf Ihrem Gerät. Für die Grundaufteilung siehe die 50/30/20-Regel.
Häufige Fragen
Wie viel Prozent des Lohns sollte die Miete in der Schweiz kosten?
Als Faustregel höchstens 25 bis 33 % des Nettoeinkommens. Liegt sie deutlich darüber, wird das restliche Budget eng.
Soll ich die Steuern in Raten zahlen?
Viele Kantone bieten provisorische Raten oder Vorauszahlungen an, teils mit Vergütungszins. Das hilft dem Budget, weil die grosse Jahresrechnung wegfällt. Die Details regelt Ihr Kanton.
Wie hoch sollte der Notgroschen sein?
Drei bis sechs Monate Fixkosten, in Franken und auf einem separaten Konto, auf das Sie nicht jeden Tag schauen.